Pferdeleckerlies selber machen

Selbstgemachte Pferdemüsli

Pferdeleckerlies sind ein beliebter Snack für Zwischendurch oder als Belohnung im Training. Leider enthalten viele fertige Leckerbissen viel Zucker oder künstliche Inhaltsstoffe, die nicht besonders förderlich für Dein Tier sind. Die gute Nachricht ist jedoch: Gesunde und leckere Naschereien für Dein Pferd lassen sich ganz einfach selber herstellen. Wir haben Dir ein Basisrezept ausgesucht, das garantiert bei Deinem Vierbeiner gut ankommt.

Ein paar Tipps vorweg

  • Weißer Zucker hat in Pferdeleckerlies nichts zu suchen. Ein wenig Honig oder brauner Zucker zum Süßen ist okay, aber auch hier gilt: Bitte nicht zu hoch dosieren.
  • Leckerlies sollen als Belohnung oder Anreiz dienen. Das funktioniert nicht mehr so gut, wenn zu viele einfach zwischendurch gegeben werden.
  • Insbesondere beim Clickertraining sollte auf kleine, schnell zu kauende Stückchen gesetzt werden. Dadurch wird das Training besser am Laufen gehalten, weil das Pferd nicht lange mit dem Kauen beschäftigt ist.
  • Werden viele Pferdeleckerlies gefüttert, sollte das bei der Tages-Futterration berücksichtigt werden. Gegebenenfalls kann es erforderlich sein das Ergänzungsfutter zu reduzieren, damit das Pferd nicht überfüttert wird.
  • Die selbstgemachten Leckerbissen sollten gut an der Luft durchtrocknen.
  • Am besten werden die Naschereien kühl und trocken gelagert.
  • Die Haltbarkeit sollte beachtet werden. Je nachdem wie viel Obst oder Gemüse enthalten ist, können sich die Snacks zwischen zwei Tagen und einer Woche halten.
  • Gut geeignet sind: Hafer bzw. Haferflocken, Hirse, Amarant, Sämereien, Kräuter, Gemüse und in kleineren Mengen Obst.

Ein Grundrezept zum Abwandeln

Die Basis für das Grundrezept bilden Haferflocken. Diese sind gut bekömmlich und leicht verdaulich für Dein Pferd. Dazu gibst Du noch Flüssigkeit. Das kann Wasser, ungezuckerter Karottensaft oder Tee sein: beispielsweise Anis, Fenchel, Thymian oder Bockshornklee. Hier können die Vorteile der verschiedenen Teesorten genutzt werden. Es wird nur so viel Flüssigkeit genommen, dass ein trockener Teig entsteht. Wenn er noch zu klebrig ist, kommen einfach noch mehr Haferflocken hinzu.

Jetzt wird es kreativ: Nach Belieben können andere Zutaten, wie Obst und Gemüse, Samen oder Kräuter hinzugefügt werden. Zu bedenken gilt nur, dass die Pferdeleckerlies schneller verfüttert werden müssen, je mehr Restfeuchtigkeit nach dem Backen und Trocknen zurückbleibt.

Anschließend werden alle Zutaten gut durchgeknetet: Am besten mit den Händen, um eine gleichmäßige Masse zu erhalten. Dann hast Du die Wahl, ob Du lieber ein Blech auslegen möchtest oder die Snacks bereits in Form bringst. Entscheidest Du Dich für das Blech, schneidest Du die Pferdeleckereien nach dem Backen in entsprechende Stückchen. Wenn Du sie bereits vor dem Erhitzen formen möchtest, empfehlen sich kleine Kügelchen, Röllchen oder andere „Keksformen“. Nun ist es Zeit für den Backofen: Circa eine Stunde bei 100 Grad. Behalte die Pferdeleckerlies am besten im Blick, damit sie nicht verbrennen.

Beispiel-Rezepte:

Als Anregung und um einen ersten Eindruck zu den Mengenverhältnissen zu bekommen dienen Dir unsere Rezeptangaben. Wir haben Dir hier ein paar Beispiele auf Basis des Grundrezeptes zusammengestellt:

Variante eins – Bananenschmaus

  • drei Bananen 🍌
  • vier Äpfel 🍏
  • fünf Möhren 🥕
  • 280 Gramm Haferflocken
  • 100 bis 150 Milliliter Anistee

Variante zwei – Apfel-Möhren Traum

  • zwei Äpfel 🍎
  • zwei Möhren 🥕
  • 450 Gramm Haferflocken
  • 50 Gramm Kürbiskerne
  • ein Esslöffel Honig 🍯
  • 100 Gramm Beeren 🍓
  • etwas Wasser oder Tee

Variante drei – Rote Beete Hit

  • 225 Gramm Rote Beete
  • 250 bis 300 Gramm Haferflocken
  • zwei Teelöffel Anis
  • ein Esslöffel Leinsamen

Fazit

Pferdeleckerlies selber herzustellen ist einfach und unkompliziert. Sie können wunderbar als Ergänzung zur täglichen Futterration dienen und als Belohnung eingesetzt werden. Benötigt Dein Pferd gerade etwas mehr Kräuter, können diese wunderbar über die individuellen Leckerbissen dargereicht werden. Zusätzlich sind sie gesund und Du weißt genau, welche Zutaten enthalten sind.

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